Aus der Gemeinde
Gemeinde-Fahrplan
Gottesdienst



Liebe Leserin und lieber Leser,

der Monatsspruch für den Dezember steht bei Lukas 1,78-79:
"Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen    das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg    des Friedens."
Diese Worte wurden vor 2000 Jahren gesungen von einem alten Mann, der gerade ein Wunder erlebt hatte: Beide hochbetagt, hatten er und seine Frau Elisabeth alle Hoffnung auf eigenen Nachwuchs aufgegeben. Und dann erlebte dieser Zacharias, dass Gott kein Ding unmöglich ist; eigentlich unfruchtbar, wurden seine Frau und er die Eltern von Johannes dem Täufer.
Diese Erfahrung mit Gott gab ihm den Mut zu glauben, dass Gott noch viel größere Dinge möglich sind: Nämlich selbst Mensch zu werden, um ganz bei uns sein zu können; um Licht in unsere Dunkelheit zu bringen, neuen Lebensmut zu schenken und uns auf die Füße zu stellen, damit auch wir uns aufmachen zu   denen, die sich sitzen gelassen fühlen auf der Schattenseite des Lebens. 
Fällt Ihnen da jemand ein, dem Sie gerade in der Adventszeit ein kleines "LichtZeichen" geben könnten? Mit dem Licht ist es übrigens wie mit der Liebe:         Es wird nicht weniger, sondern mehr, wenn man es verschenkt …
Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr!

Ihr Pastor Georg Knauer
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AUS DER GEMEINDE

RÜCKBLICK

FAMILIENFREIZEIT IM HERBST
Bei der Familienfreizeit Anfang Oktober kam eine wunderbar vielfältige Truppe mit. Es tat einfach gut, dass Eltern und Kinder das extralange Wochenende in dieser Runde miteinander verbringen konnten. Ein Ausflug führte uns in einen Wildpark bei der beschaulichen Till-Eulenspiegel-Stadt Mölln. Dort nahmen wir auch am Erntedank-Gottesdienst teil.
Sogar etwas Raum für Thematisches gab es: Wie wir Kindern Mut machen … und zugleich einen verlässlichen Rahmen setzen. Während die Großen sich darüber austauschten, konnten die Lütten malen oder die Turnhalle nutzen. Alle zogen los in den Wald und an den See. Nachmittags gab es noch Stockbrot am Lagerfeuer in einer Jurte. Viel Zeit zum Singen, für biblische Geschichten und fürs Gebet war sowieso.
Eine Teilnehmerin hinterher: "Es war superschön und erlebnisreich."

SO SCHÖN IST KNUSPERHÄUSCHEN-BACKEN
Gemeinsam gestaltet für unseren Jubiläumsbasar! Wie seit vielen Jahren hatten sich auch diesen Herbst wieder Frauen und Männer unserer Gemeinde für das Backen leckerer Knusperhäuschen zusammengefunden. Entstanden ist diese gute Idee, die ein Kinderprojekt in Indien finanziell unterstützt, vor langer Zeit in unserem Freitagskreis.
Herr und Frau Busch hatten sämtliche Zutaten rezeptgenau besorgt und bereitgestellt – und los ging΄s.
In froher Runde und mit geübten Händen wurde Teig für ca. 30 Häuser angerührt, geknetet, ausgerollt, gebacken und in die erforderlichen Bauformen geschnitten. Nach mehrwöchiger Lagerzeit folgte dann das Zusammenfügen und Standfestmachen der Einzelflächen zu Häuschen im Rohbau.
Verziert, ausgebaut und umgeben mit vielen Süßigkeiten aller Art wurden sie eine Woche später. Diesmal in erweitertem Häuslebauerkreis mit viel Geschmack und Kreativität. Jeder Dekorateur und jede Designerin konnte und sollte der Phantasie freien Lauf lassen und die von allen reichlich mitgebrachten Leckereien originell platzieren. Und so entstanden ganz unterschiedliche Knusperhäuschen, kleine "Kunstwerke", die – am Basar-Tag für alle sichtbar aufgetürmt – wahrscheinlich nicht nur für kleine Kinder Erinnerungen an Märchen assoziierten. Wenn auch Sie Freude an einer kreativen Mitarbeit für einen guten Zweck haben, sind Sie bei der nächsten Basarvorbereitung herzlich willkommen.
(Hildegard Münchow)

BESUCH BEI DER PARTNERGEMEINDE IN STRALSUND
Als unsere Partnergemeinde St. Marien uns im Mai zum 750. Kirchenjubiläum besuchte, wurde herzlich zum Gegenbesuch eingeladen. So ging es u.a. für Ehepaar Jordahn tatsächlich nach Stralsund zur Aufführung des Luthermusicals "Da schwätzt ein ungelehrter Esel". Wie kam es zur Reformation in dieser Stadt? Die junge Gemeinde beschäftigte sich intensiv mit Luthers Theologie; um dann Texte, Songs, Kostüme und Bühnenbild selbst zu gestalten. Eine phänomenale Leistung der Mitwirkenden unter Leitung von Andrea Lehnert! Die Zuschauer fühlten sich ganz "reformatorisch" und in Luthers Zeit zurückversetzt. Für Hamburger Ohren war es aufschlussreich, Johannes Bugenhagen, der ja aus Pommern stammte, auf der Bühne zu sehen. Beim sonntäglichen Gottesdienst wurde auch St. Johannis in die Fürbitte aufgenommen. Es war ein zu Herzen gehendes Luther-Wochenende: "Egal, wer du bist, jeder Mensch wird von Gott geliebt. Dein Nächster, dein Feind, da macht Gott keinen Unterschied! Denn Gott folgt dir auf Schritt und Tritt, geht jeden deiner Wege mit!"

JUBILÄUMSBASAR – DANK FÜR BETEILIGUNG
Im Jahr unseres 750. Jubiläums brachte unser Gemeindebasar den krönenden Abschluss in großem Rahmen. Am zweiten Sonnabend im November folgten Gemeinde und Gäste der Einladung. Hilfreiche Hände haben zum tollen Ergebnis unseres Gemeindebasars beigetragen:
Insgesamt wurden mehr als 20.000,- Euro eingenommen. Zahlreiche Besucher waren trotz Regens dabei und kamen in die gut bestückten Gemeinderäume sowie ins Lustspielhaus.
Zu kaufen gab es unsere Chronik und die Festschrift mit Impressionen aus unserem Gemeindeleben. Beide sind weiter im Kirchenbüro erhältlich!
Ein herzliches Dankeschön all jenen, die zum schönen Erfolg großzügig beigetragen haben. Unser ganz besonderer Dank gilt Birgit und Günther Busch!
Der Basar-Erlös geht an unsere Gemeinde und zu zehn Prozent an ein Hilfsprojekt in Übersee, ins Dorf P. Suku im ostindischen Jeypore.

AUSBLICK

ADVENTSFEIER FÜR SENIOREN
Zu unserer Senioren-Adventsfeier laden wir ganz herzlich ein: am Mittwoch, den 13. Dezember um 15.00 Uhr im Alten Pastorat, Ludolfstraße 66. Wir freuen uns auf eine besinnliche, fröhliche und gemütliche Zeit miteinander und lassen uns einstimmen auf das Wunder der Weihnacht.
Damit wir planen können, bitten wir Sie, sich bis Freitag, den 8. Dezember verbindlich im Kirchenbüro anzumelden. Kommen Sie gern dazu!

BESONDERES BEISAMMENSEIN AM 1. WEIHNACHTSTAG
Am 25. Dezember findet im Anschluss an den Festgottesdienst ein feierliches, weihnachtliches Kaffeetrinken im Alten Pastorat statt. Gemeinde und Gäste sind willkommen bei Kaffee, Tee und weihnachtlichem Gebäck. Es gibt die Möglichkeit zum Austausch, zur Begegnung, zum Singen einiger schöner, alter Weihnachtslieder. Wer kommen mag, ist dazu herzlich eingeladen.

GLAUBENSKURS AB MITTE JANUAR – 7 WOCHEN PLUS 1
Um Grundfragen des Christseins geht es dienstags um 19.30 Uhr bei unserem Seminar "Glauben heute". Start ist am 16. Januar; es geht weiter an den folgenden Dienstagen. Gemeinsam sprechen wir über wesentliche Fragen des christlichen Glaubens heute. Wir laden ein zu einem abendlichen Snack, zu Referaten und Gesprächen. Reinschnuppern ist am ersten und zweiten Abend möglich.
Die Themen bauen aufeinander auf. Nicht erforderlich sind Vorkenntnisse oder Kirchenzugehörigkeit. Ende Februar kommt der feierliche Abschluss mit Segnungsgottesdienst, zu dem wieder alle eingeladen sind: Freunde, Familie, Gemeinde. Es folgt ein weiteres Treffen, das thematisch einen Abschluss bietet und zugleich weitere Verabredungen ermöglicht.
Anmeldung übers Kirchenbüro erbeten. Spontan geht auch.
Weitere Infos bei Pastor Hoerschelmann und Team.

ALLIANZGEBETSWOCHE UND ANBETUNGSFEIER
"Als Pilger und Fremde unterwegs" – unter diesem Motto findet vom 14. bis 21. Januar 2018 die internationale Gebetswoche der Evangelischen Allianz statt. In dieser Woche sind wir zu Gast in verschiedenen landes- bzw. freikirchlichen Gemeinden Hamburgs. In unserer Kirche laden wir mit einer Adoramus-Anbetungsfeier am Mittwoch, 17. Januar um 19.00 Uhr dazu ein; die Predigt hält Pastoralreferent Oliver Haupt. Die musikalische Gestaltung übernimmt in weiten Teilen wieder Michael Rode mit seiner Band Himmelherz.
Herzlich willkommen auch bei den regionalen und stadtweiten Veranstaltungen, siehe dazu: www.gemeinsam-fuer-hamburg.de. Der Abschlussgottesdienst findet am Sonntagnachmittag, den 21. Januar in der Hauptkirche St. Michaelis statt. Weitere Informationen folgen beizeiten.
Wer in der Allianz-Gebetswoche mitbetet, begibt sich zusammen mit anderen Christenmenschen auf einen verheißungsvollen Weg.

GEMEINSAM ZUR ZELTSTADT
IN DEN SOMMERFERIEN 2018
Der einzigartige Urlaub für Jung und Alt findet vom 27. Juli bis 3. August auf dem Gelände der Familienkommunität Siloah statt. Herzliche Einladung!
Wer als Familie, allein oder zu mehreren mit uns zur Zeltstadt will, darf sich gern unserer Johannis-Gruppe anschließen. Es geht aufs landschaftlich schön gelegene Camp-Gelände mitten in Deutschland.
Wir leben eine Woche in eigenen Zelten, Wohnwagen etc. als Selbstversorger zusammen in "Dörfern" mit jeweils ca. 100 Leuten. In 17 Jahren hat sich die Zeltstadt zu einem großen Sommer-Event mit über 2.200 Teilnehmern entwickelt. Es gibt wertvolle Akzente fürs Leben als Christ: intensive Bibelarbeiten, herausfordernde Predigten, interessante Seminare und Workshops.
Auf dem Programm stehen auch abendliche Gottesdienste oder Abendmahlsfeiern unter dem 12 m hohen Kreuz. Für Kinder und Jugendliche gibt es ein tolles, altersgerechtes Programm – mit Spaß, Musik, Aktionen, Kleingruppen. Erfahrene Mitarbeiter gestalten es mit viel Liebe und Engagement.
Mitten auf dem Camp-Gelände bietet die große Duschhalle echten Komfort. Gleich neben dem Camp-Bereich liegt der Siloah-Hof mit seinen alten Gemäuern. Die Krypta lädt besonders zur Stille ein; wochentags finden hier Morgenandacht und Mittagsgebet statt – alle sind dazu eingeladen.
Bitte doppelt anmelden, damit wir alle in ein "Zeltstadt-Dorf" kommen: zum einen direkt bei der Zeltstadt (www.die-zeltstadt.de), zum anderen bei unserer Johannis-Gruppe. Die Zeltstadt  ist bei Anmeldung bis zum 31. März 2018 günstiger (Erw. 115,- €, Kinder ab 4 J. 80,- €).
Weitere Auskünfte bei Pastor Hoerschelmann

DAS HAMBURGER HOFFNUNGSKREUZ FÜR HERRN KLINGE
Wer "unseren" Jochen Klinge im Internet sucht, wird viel finden … über andere, über ihn kaum. Das ist kennzeichnend für seinen Dienst: Er wirkt im Hintergrund, stetig und nachhaltig. Nicht nur wir in unserer Kirchengemeinde verdanken ihm über Jahrzehnte sehr viel. Auch für andere Gemeinden und kirchliche Institutionen im einstigen Alt-Hamburg trifft das erheblich zu. Unter www.archiv-hamburg-ost.de heißt es über Johannis-Eppendorf: "Das  Archiv  der  Gemeinde  ist  in  einem Kellerraum des  ehemaligen Gemeindehauses untergebracht." Dann schreibt Gerhard Paasch weiter: "Nicht zuletzt danke ich Herrn Jochen Klinge für seine großzügige Hilfsbereitschaft und seine zahlreichen Auskünfte insbesondere zur jüngeren Gemeindegeschichte …"
Das passt zu ihm. Jochen Klinge ist verlässlich zur Stelle, mischt "im Untergrund" des Archivs mit und wirkt segensreich für andere. Letzteres gilt insbesondere auch für St. Marien Stralsund, unsere Partnergemeinde. Dort wurde er mehrfach geehrt für seine Unterstützung, die schon zu Zeiten der deutschen Teilung begonnen hat. Wenn er etwas anpackt, dann führt er es gut zu Ende: Wer sich heute bei uns im Gemeindegarten an den Alsterlauf stellt, merkt es nicht von allein. Aber ohne ihn wären die stabilen, gut gegründeten Alsterfreisitze nicht da; und wir hätten nur noch abschüssiges Ufer. Nicht allein finanziell hat Jochen Klinge immer aufs Neue grundlegend dazu beigetragen, dass "seine" Kirche St. Johannis einen guten Stand hat.
Mit voller Überzeugung haben wir daher beschlossen, Herrn Jochen Klinge im Zuge unserer dritten Jubiläumswoche gebührend zu ehren. Wobei das nicht ganz einfach ist. Denn fragt man ihn nach kirchlichen Auszeichnungen, lautet die Antwort durchaus: Habe ich schon! Also graben wir tiefer im norddeutschen Fundus. Und werden fündig: ein kleines, aber feines Anhängekreuz mit Christus in Ärmeltunika. Dies ursprünglich knöcherne Kreuz aus dem 10. Jahrhundert ist das älteste Symbol christlichen Glaubens in Hamburg, zu sehen im Museum für Hamburgische Geschichte. Eine angemessene Auszeichnung für einen bewährten Mann mit besonderen Gottesgaben! Wenn Herr Klinge eine silberne Nachbildung überreicht bekommt, dann verweist diese Anstecknadel auf das, was ihm ein Herzensanliegen ist: Jesus Christus finden – im Kleinen, im Verborgenen und dann auch ganz offensichtlich, ganz aktuell für heute. Im Namen des Kirchengemeinderats sowie stellvertretend für viele andere Gemeinden und Christenmenschen in Hamburg sage ich: Herzlichen Dank, Herr Klinge! Und weiterhin Gott befohlen.
Martin Hoerschelmann